Bokashi

Bokashi
Ganz kurze Erklärung

Die Herstellung von Bokashi in einem Eimer in der Küche bietet jedem Städter die Möglichkeit, urbane Garteninitiativen tatkräftig zu unterstützen: einfach die vergorenen Abfälle zur Vererdung im nächsten Garten abgeben.

Bokashi (japan. Allerlei) ist ein hochwertiger biologischer Dünger, der aus Küchenabfällen hergestellt wird. Im Eimer werden die Abfälle zusammengepresst und unter Luftabschluss (anaerober Prozess) mit Effektiven Mikroorganismen (EM) fermentiert. Es entsteht - ähnlich wie bei der Sauerkrautherstellung - eine Milchsäuregärung. Der gefüllte Eimer wird nach einigen Wochen Reifezeit zur weiteren Umsetzung in Erde eingeschlagen.
https://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2011-02/bokashi-kompost-mikroorganismen

Vererdungsbeet im Mitmach-Garten



Im Mitmachen-Garten haben wir ein Vererdungsbeet angelegt (nach dem Kompost hinten rechts).

Einige von uns fermentieren ihre Küchenabfälle zu Bokashi.

Wenn es reif ist, wird es hier vergraben.

Nach ein paar Wochen entsteht so sehr fruchtbare, lockerer Erde.

Da wir dem Bokashi schon Pflanzenkohle beigeben, entsteht TERRA PRETA.

Diese können wir ganz nach Bedarf entnehmen.


In Workshops zeigen wir immer wieder mal,

wie wir Bokashi ansetzen und wie es verwendet werden kann.



Gartenplan | Vererdungsbeet ganz oben rechts

Für die Fermentierung von Küchenabfällen vermehren wir selber die Effektiven Mikroorganismen (Mónica Dormanns). Im Bokashi-Eimer schichten wir die mit ElMa besprühten organischen Abfälle mit 10 % Startermischung. Die Startermischung aus Pflanzenkohle, Zeolith, Steinmehl und EMa (aktivierte Effektive Mikroorganismen) mischen wir auch selber. Sie kann über uns bezogen werden.


Herstellung von eigenem Bokashi und Vererdung an den Elzbeeten

Begonnen haben wir vor ein paar Jahren mit dem Bokashi-Set von Waschbär: zwei Eimer plus Streu aus Weizenkleie, mit EM geimpft.
Foto 1: Das fertig fermentierte Material ist von einer weißen Hefepilzschicht, den fadenförmigen Hyphen, überzogen --> ein gutes Zeichen! Während der Bokashiherstellung fällt permanent Bokashi-Sickersaft an, der verdünnt ein hervorragender Flüssigdünger ist (hier passenderweise in einem asiatischen Schälchen aufgefangen :).

Foto 2 und 3: Eine Rinne ist gegraben, in der das reife Bokashi verteilt und mit etwas Erde vermengt wird. Der Geruch ist gewöhnungsbedürftig, aber Hunde stehen auf das Zeug, da konnten wir selber dabei zusehen. Bei Verwendung des Waschbär-Sets ist das Darüberstreuen von Urgesteinsmehl, Algenkalk und Pflanzenkohle empfehlenswert. Im Streu von Tria Terra sind die nötigen Ingredienzen bereits ausgewogen enthalten. Es muss genügend Abstand zu den Pflänzchen gewährleistet sein, weil das Material sehr sauer ist. Erst durch die Vererdung nimmt es innerhalb weniger Wochen den pH-Wert der Umgebung an.

Foto 4: Das Bokashi ist mit Erde überdeckt. Mulchen (oder zur Not schwarze Folie) und mit EM-Lösung angießen für den Starterkick. Jetzt ist alles getan, um den Pflanzen einen kräftigen Wachstumsschub zu geben.
Entwicklungsunterschied: links Kohlrabi ohne, rechts mit Bokashi-Depot-Düngung (fotografiert am 11.6., Anlage des Depots am 24.4.). Auch 2016 waren unsere Bokashi-Kohlrabis 2 - 3 Wochen früher als die anderen knackig prall und erntereif.
Inzwischen sind wir dazu übergegangen, das Bokashi in einem seperaten Erdwall (rechts neben dem Kompost) einzugraben. Nach einigen Wochen, wenn die Küchenabfälle vererdet sind, können wir den Dünger nach Bedarf an die Pflanzen geben. Sein pH-Wert ist dann neutralisiert, die Gefahr der Verätzung feiner Würzelchen gebannt.

Wir haben im Jahr 2015 die Erfahrung gemacht, dass die Wirkung des Bokashi relativ bald
(2. Pflanzung) nachlässt. Um den Mikroorganismen dauerhaften Anreiz zum Bleiben zu geben, mulchen wir inzwischen permanent nach und geben Pflanzenkohle bzw. Tria Terra-Streu ins Bokashi. 
Tria Terra-Streu ( www.triaterra.de ) enthält neben EM, Basalt- und Zeolithgesteinsmehl auch Pflanzenkohle.
Pflanzenkohle-Bokashi ist die Vorstufe zur berühmten Terra Preta.
Ein herzliches Dankeschön an die Fa. Tria Terra für die Spende von 3 l Ema und einem 10 l-Beutel Tria Terra-Streu!
Nur auf einem gesunden Boden können gesunde Pflanzen wachsen, aus denen in einer gesunden Umwelt ohne viele Pflanzenschutzmittel gesunde Lebens- und Futtermittel produziert werden. Diese tragen dazu bei, Menschen und Tiere gesund zu halten. Die Ausscheidungen gesunder Tiere helfen als Dünger dem Boden gesund zu bleiben. Das Verständnis der Menschen für dieses Kreislaufsystem ist die Grundlage für sein Funktionieren.
EM Effektive Mikroorganismen® können auf allen Ebenen dazu beitragen, das System
zu unterstützen, zu verbessern und gesund zu erhalten.

Quelle: www.emiko.de Text
linkes Foto: Tria Terra-Beet mit Knollensellerie am 19.6.2016 (Elzbeete)
rechtes Foto: Bokashi-Vererdung für die späteren Entnahme zur Düngung
Herstellung und Verwendung von Rasen-Bokashi im Mit-Mach-Garten

2017 starteten wir einen Versuch zur Herstellung von Rasen-Bokashi.
Im Frühjahr 2018 füllten wir diverse Blumentöpfe mit dem Rasen-Bokashi und gruben sie neben ausgewählten Gemüsepflanzen kopfüber halb in die Erde ein. Wir konnten kein signifikant besseres Wachstum erkennen. Etwas enttäuscht gruben wir nach ein paar Monaten die Töpfchen wieder aus und sahen erstaunt: Die Wurzeln der Pflanzen waren nach oben in diese Töpfchen hinein und haben sich wohl am Rasen-Bokashi sehr erfreut!
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